Aktueller tarifvertrag metall- und elektroindustrie

Schließlich wies Helga Schwitzer, Mitglied des IG-Metall-Vorstands, auf die wichtige Rolle der Sozialpartner auf Der Betriebsebene hin. Sie betonte, dass es ihre Verantwortung sei, die einzelnen Punkte des Pilotabkommens aus Baden-Württemberg umzusetzen. Am 22. Mai 2012 begrüßte Frau Schwitzer in einer Pressemitteilung auch den mit der VGZ erzielten Kompromiss zur Verbesserung der Bedingungen für Leiharbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie. Gut die Hälfte dieser Beschäftigten in Westdeutschland und rund 43 Prozent in Ostdeutschland arbeiteten nach Angaben des IAB in Unternehmen, die ihrer Meinung nach auf einem Branchentarifvertrag basieren. Beispielsweise kann ein Unternehmen nach dem Tarif bezahlen, aber es gilt eine andere Arbeitswoche im Unternehmen, oder Leistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld können nicht gezahlt werden. Während der Einsatz von Leiharbeitnehmern beispielsweise durch einen Betriebsvertrag eingeschränkt werden kann, können andere Flexibilisierungsmaßnahmen bei der Vergütung eingeführt werden, wie die Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden für einen begrenzten höheren Anteil der Arbeitnehmer. Wenn Leiharbeitnehmer nicht die gleichen Löhne und Arbeitsbedingungen wie Dauerbeschäftigte genießen, kann der Betriebsrat dagegen einwenden, dass sie in Zukunft eingesetzt werden. Es gibt auch Unterschiede in den Branchen. Traditionell haben die Bereiche Energie, Wasser, Abfall und Bergbau, Bau wesensam und in der öffentlichen Verwaltung überdurchschnittliche Lohnabschlüsse. Die Abdeckung der Zölle in den Sektoren, die jetzt im Mittelpunkt der Corona-Krise stehen, ist relativ schlecht. Am 22. Mai 2012 äußerte sich VGZ-Chefverhandler Thomas Bäumer in einem Presseartikel zu den vereinbarten Zuschlagszahlungen für Leiharbeitnehmer in der Metallbearbeitung.

Bäumer betonte, dass die zusätzlichen Kosten, die durch den jüngsten Kompromiss entstehen, von den Verwenderunternehmen getragen werden müssten. Er betonte auch, dass sich dies negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken würde, insbesondere im Hinblick auf die Beschäftigungsaussichten gering qualifizierter Arbeitskräfte. Im Einzelhandel beispielsweise haben nicht mehr als sieben von zehn Beschäftigten keinen Tarifvertrag mehr. Im Bereich Gesundheit, Bildung und Lehre liegt der Anteil bei 43 Prozent.